oewapixel Hai-Rettung

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Tierecke
18.04.2014
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Im Urlaub entdeckte ich einen Hai, in dessen Körper ein Seil eingewachsen war. Er wurde gerettet!
Foto: Halaveli Maldives
Maggies Kolumne
Hai-Rettung


Siebzig Prozent der Erde sind von Wasser bedeckt – doch auch auf die Meere hat unser stetig wachsender Konsum eine negative Auswirkung! Die Ozeane versinken im Mist! Im Nordpazifik treibt ein Müllstrudel, der so groß wie Zentraleuropa ist! Die Auswirkungen: Seevögel verenden qualvoll an Handyteilen in ihrem Magen, Schildkröten halten Plastikteile für Quallen und Fische verwechseln Kunststoffstückchen mit Plankton.

Selbst wenn man all das weiß, ist man schockiert, wenn man unmittelbar damit konfrontiert wird. Ich hatte das Glück, Anfang April für einige Tage Urlaub auf den Malediven machen zu können. Für mich sind diese kleinen Inseln wie ein Paradies: Stundenlang auf das in allen Blautönen schimmernde Meer schauen. Oder beim Schnorcheln das Treiben der Fische beobachten. Doch auch vor diesem Paradies macht die Realität nicht halt!

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Ich entdeckte einen kleinen Riffhai, der im Wasser seine Runden drehte. Knapp vor den Flossen war ein verknotetes Seil um seinen Körper gespannt. Ich informierte Dominik Kuenstle, den Manager des "Constance Halaveli" und bat ihn, mich zu unterstützen, das arme Tier zu retten. Denn es war offensichtlich: Ohne Hilfe würde der Hai jämmerlich zugrunde gehen. Das Seil würde sich nach und nach in seinen Körper "fressen".

Umgehend wurden Experten auf die Insel geholt. Doch der Hai ließ sich nicht fangen. Unverrichteter Dinge musste ich leider abreisen. Diese Woche erhielt ich die frohe Botschaft: Nach weiteren Versuchen war es gelungen, ihm das Seil zu entfernen! Ich bedanke mich beim "Constance Halaveli", das so viel Engagement und Geld in die Rettung dieses Haies investiert hat! Tierschutz macht eben auch vor den Malediven nicht halt!

Maggie Entenfellner